Scale Builds Saar

Für Anfänger

Wo fangen wir an? Ja… genau, wo fängt man bei einem so Umfangreichen Hobby wie dem Modellbau denn jetzt eigentlich an? Im Grunde genommen ist es so, dass du dir zuerst überlegen solltest „Was will ich denn überhaupt bauen?“ Hier einige Beispiele, die dir als Orientierungshilfe dienlich sein können:

Militärmodellbau
Ziviler Modellbau
Modelleisenbahn

Dann … willst du Standmodelle bauen oder Funktionsmodelle? Wobei ich JEDEM Anfänger dazu raten würde Standmodelle zu bauen. Es gibt viele, die sich auf einen bestimmten Maßstab und eine bestimmte Rubrik „einschießen“ und dabei bleiben. Doch bei dem gigantischen Angebot an verschiedensten Bausätzen… warum? Bau‘ was du willst! Die Werkzeuge bleiben im großen und ganzen doch gleich. Allerdings erspart dir vorheriges Überlegen und ein wenig Vorausplanung nachher lästiges. Zum Beispiel Fehklkäufe was das Material und die Farbe oder ähnliches angeht.

Also der Klassiker, was Maßstab und Modelltypus angeht wäre der Panzer oder Militär-LKW im Maßstab 1/35. (Wofür auch ich mich entschieden habe) Doch langsam, der Reihe nach und ganz von vorn. Oder wie der englischsprachige Mensch gerne sagt: „Back to the Basics“

Der Maßstab – „Von klein nach GROSS und zurück“

Was ist der Maßstab? Was bedeuten diese ganzen Angaben auf einer Packung eines Bausatzes? 1:35? 1/48? 1-72??

Egal wie es nun geschrieben wird (gängig ist die Form mit / oder : – also 1/35 bzw 1:35) es bedeutet immer dasselbe: Der Maßstab. Denn er gibt an um welchen Faktor das original ins Modell verkleinert worden ist. Ein Modell im Maßstab 1/35 bedeutet also 1 Zentimeter im Modell entsprechen 35 Zentimetern im Original. Dasselbe gilt bei 1/48, nur dass dann 1 Zentimeter des Modells dann 48 Zentimetern des Originals entspricht. Also: Je KLEINER die Zahl im Maßstab hinter dem : oder / desto GRÖSSER das Modell. Eigentlich ganz einfach, oder? 🙂

So kann man sich dann auch ganz einfach behelfen, wenn man sich zum beispiel einen Lattenzaun passend zum Modell basteln möchte. Hat man also einen Lattenzaun, der im realen leben 1.50m hoch ist wendet man den Maßstab an: 150cm / 35cm = 4,28cm oder sagen wir gerundet 4.3cm. Also müssen die Lättchen für unseren Modellzaun 4,3cm lang sein und schon sieht es stimmig aus. So lassen sich alle möglichen Dinge im Maßstab verkleinen und berechnen. Also der erste Eintrag auf der Werkzeug-Checkliste ist, ihr erratet es sicher, ein Taschenrechner. 🙂

Vorrangig empfehle ich den üblichen Schultaschenrechner von Texas Instruments.

Die Werkzeug Checkliste

Jetzt folgt eine Checkliste für verschiedenes Modellbauwerkzeug, welches euch gute Dienste leisten wird. Ich gliedere es, der Übersicht wegen, ein wenig. Und zwar, fangen wir an mit den Basics:

Die Grundausstattung:

Kleiner Modellbauseitenschneider mit schmalen Schneidbacken und gerader Schneide.

Modellbaumesser bzw Skalpell mit wechselbaren Klingen. (Alternativ geht auch ein kleines Cutter- bzw Teppichmesser)

Pinzette mit abgewinkelter Spitze und OHNE (!) Riffelung bzw Zähnchen

Sandfeilen in verschiedener Stärke.


Schleifen und Trennen:

Schleifsticks oder Pads in verschiedenen Stärken (Als sinnig erwiesen haben sich die Stärken 240; 400; 600 und 1000 (noch besser wäre, wenn auch noch die Körnungen 1500; 2000; 2500 und sogar 3000 vorhanden sind – aber das ist KEIN muss.))

Modellbau Trennsäge mit wechselbaren Blättern.

Skalpell mit Wechselklingen (also verschiedene Klingenformen, Gebogene, Spitz, Abgerundet usw)

Feine Schere mit Federung und Spitzen Schneiden für Fotoätzteile.

Kreisschneider


Halten und Biegen:

Modellbau Kombizange (Kleine Ausführung OHNE Zahnung)

Modellbau Spitzzange (Kleine Ausführung OHNE Zahnung)

Sprengringzange (Kleine Ausführung mit Runden Backen)

Fotoätzteil Biegehilfe

Schraubstock (Kleine Ausführung, ideal für Modellbauer mit Kugelgelenk und/oder der möglichkeit den Schraubstock zu drehen und zu Arretieren)

Pinzette (Verschiedene Ausführungen; Gerade oder Gebogene Spitze, abgerundet und Spitz. Aber IMMER ohne Riffelung/Zähnchen)

Pinzette mit Arretiervorrichtung (Gefäß- oder Arterienklemme als Alternative)

Sonstiges Werkzeug:

Multitool (Proxxon oder Dremel – wobei ich aufgrund des Preises dem Proxxon den Vorzug gebe. Billigvarianten vom Discounter gehen auch, leisten aber erfahrungsgemäß weniger lange und weniger Präzise ihren Dienst. WICHTIG: Regulierbare Drehzahl!)

Handbohrer (Mit (HSS) Bohrern von 0.3 – 3mm Durchmesser)

Feuerzeug (Am besten Gas und als „JetFlame“ Variante)

Schneidmatte (Selbstheilend mit mehreren Schichten. Als sinnvolle Größe hat sich DIN A3 bewährt.)

Drehteller (gängigste Größe sind etwa 25cm – sinnvolle Alternative zu den (oft sehr) teuren Varianten der Modellbauhersteller sind solche, die für Pflanzkübel oder (alte) Pc (Röhren)Monitore gedacht sind.)

Rundhölzer (30cm lang, mit einem Durchmesser von etwa 10mm)

Krokodilklemmen (am besten Passend zu den Rundhölzern)

Klebstoff (Dem werde ich noch einen ausführlichen Block widmen)

Gewebeklebeband (Das unerreichte „Panzertape“)

Isoband (In verschiedenen Farben, immer Sinnvoll)

Maskierband (Hier empfiehlt es sich NICHT das „Malerkrepp“ aus dem Baumarkt zu benutzen. Das ist in unserem Fall völlig nutzlos. Da muss es wirklich die „Modellbauvariante“ sein.)

Lineal (Am besten aus Stahl oder Aluminium. Sinnig sind zwei; in 20 und 30cm Länge)

Zollstock (DAS Standart Utensil für Heimwerker, auch für Modellbauer nahezu unverzichtbar)

Schiebelehre (Muss nicht, aber darf gerne Digital sein.)

Bleistift (2B ist zu bevorzugen)

Fallminenstift (HB und 0.5mm)

Geodreieck (Am besten eines in Groß und eines in klein (Schulgröße)

Zirkel (Der übliche Schulzirkel vom Discounter sollte hier ausreichend sein)

Winkelmesser

Werkzeuggalerie

Der Klebstoff

Ist das wohl wichtigste Utensil im Plastikmodellbau. Er hält zusammen, was zusammen gehört. Die erhältliche Vielfalt kann überwältigend oder verwirrend für den angehenden Modellbauer sein. Und tatsächlich macht es Sinn sich ein wenig damit zu befassen. Denn verschiedene Klebstoffe oder Klebutensilien sind durchaus nützlich oder vonnöten. Auch hier präsentiere ich euch gerne eine Checkliste:

Plastikklebstoff (Schmelzend; Am besten hier Revell Contacta Professionel. Mit dünner Metallkanüle um auch schwierigere Stellen zu erreichen)

Dünnflüssiger Plastikklebstoff
(Für feine Verklebungen und Rückstandsfreie klebstellen; Am besten hier Tamiya Extra Thin Quick Setting)

Sekundenkleber Dickflüssig (Schnelltrocknend, MXBON ist hier zu empfehlen, aber sämtliche Cyanoacrylatbasierte Klebstoffe leisten gute Dienste)

Sekundenkleber Dünnflüssig (Schnelltrocknend, MXBON auch hier empfehlenswert, jedoch funktionieren auch andere Klebstoffe gut. Ebenfalls zu empfehlen ist der Hauseigene Klebstoff von Modellbaukönig. Der „MBK Sekundenkleber“ eignet sich besonders gut für das Anbringen von Fotoätzteilen.)

Weißleim (Hier verrichtet jeder einen guten Dienst. Zu empfehlen ist hier der „Bastelleim“ aus dem Discounter T€di, der mit 3€ für 500ml unerreichbar günstig ist.)

Holzleim (Nordleim, UHU oder Ponal)

Alleskleber (Die „Flinke Flasche“ von UHU hat sich hier als besonders gut erwiesen)

Klebeknete (UHU Patafix; Blue Tac oder ähnliches)